probierstuebchen logo

The Expendables – Spielfilm v.u.m. Sylvester Stallone


fsk 150Vorwarnung: Fans des amerikanischen Schauspielers Sylvester Stallone könnten von den folgenden Zeilen in ihrer Sichtweise auf das vermeintliche Idol beeinträchtigt werden. Der Autor dieses Beitrages ist sich dessen vollkommen bewusst und handelt mit blanker Absicht!

Was wäre Weihnachten ohne die „Stirb langsam“-Reihe oder die „Sissi“-Trilogie? Genau, es wäre nicht Weihnachten. Wobei ich nach wie vor der Meinung bin, dass „Stirb langsam“, zumindest was den Titel betrifft, ja wesentlich besser zu Ostern passen würde, aber das ist ein anderes Thema. Und was wäre die Welt ohne „The Expendables“? Sie wäre besser!

Zu meiner Ehrenrettung möchte ich erklären, dass ich die Blu-Ray mit dem Film nicht etwa gekauft, geschweige denn illegal heruntergeladen habe. Sie wurde mir von einem Informanten zugespielt, der mich nicht nur gebeten hat, das Werk in unserem Probierstübchen vorzustellen, sondern auch um Himmels willen seinen Namen aus dem Spiel zu lassen. Nachdem ich den Film gesehen habe, kann ich das sehr gut nachvollziehen und respektiere diesen Wunsch natürlich gerne. (Siehste Günther, ich halte Wort!)

Die Handlung des Streifens ist in zwei Sätzen zusammengefasst. Dennoch möchte ich darauf verzichten und komme direkt zu den darstellenden Personen. Neben dem Herrn Stallone, (er ist auch der Regisseur und Drehbuchautor) sind da nämlich noch jede Menge andere Berühmtheiten zu sehen. Jason Statham, Dolph Lundgren, Jet Li, Mickey Rourke, Bruce Willis und sogar Arnold Schwarzenegger. Kurz zusammengefasst könnte der Filmtitel also auch lauten „Sie wurden alt und brauchten das Geld“. Nicht mit am Start sind die restlichen, üblichen Verdächtigen, wenn es um Actionfilme geht: Jean-Claude Van Damme, Steven Seagal und Wesley Snipes. Nicht, dass diese drei Herren nicht eine Rolle angeboten bekommen hätten. Laut Wikipedia haben sie schlicht und ergreifend abgelehnt und sind damit in meiner Gunst um rund 400% nach oben geklettert.

Jetzt fragt sich der geneigte Leser (m/w) sicherlich, was an dem Film denn so schlecht ist. Die Antwort darauf lässt sich mit einem Wort geben: Alles! Und um es etwas detaillierter zu formulieren, ohne dabei in die Tiefe zu gehen: Der Film ist hirnrissig im Quadrat. Hinzu kommen Szenen, die mit der Realität ungefähr genauso viel zu tun haben, wie die Chance, dass Angela Merkel freiwillig zurücktritt. Ein paar Beispiele: Da werden aus einer Waffe, die bauartbedingt nur 20 oder 30 Schuss Munition aufnehmen kann, ungefähr 400 Bleikugeln abgefeuert, ohne auch nur ein verdammtes Mal nachzuladen. Oder ein Wasserflugzeug startet auf einer Fläche, die maximal einem olympischen Swimming-Pool zur Ehre gereicht. Weitere Unzulänglichkeiten möchte ich gar nicht erst anführen, es gibt sie aber im Dutzend. Und die Dialoge sind um kein Stück besser.

Der Film ist übrigens in zwei verschiedenen Versionen erhältlich. Einmal in FSK 18 und einmal in FSK 16. Sofern die extrem stumpfsinnigen und gewaltverherrlichenden Szenen in der 16-er Variante herausgeschnitten sind, dürfte der Film dann allerdings nur noch rund 15 Minuten dauern. Bei der Erwachsenen-Ausgabe sollte die Freiwillige Selbstkontrolle vom Zuseher selbst vorgenommen werden. Womit auch das Bild ganz oben erklärt sein dürfte, es handelt sich dabei zumindest um meine ernst gemeinte Empfehlung.

Mein persönliches Fazit:

Ein D-Movie mit A-Besetzung. Der Titel ist perfekt gewählt, man kann ihn mit „Die Verzichtbaren“ ungestraft ins Deutsche übersetzen. Besonders erschreckend sind die durchweg positiven Rezensionen, die der Film bei Amazon bekommen hat. Im Schnitt 4 von 5 Sternen, was auf den geistigen Zustand der Republik einen bösen Schatten wirft. Und als ob das nicht reicht: Es gibt mittlerweile sogar einen zweiten Teil. Doch bevor ich mir den ansehe, schau ich lieber drei Folgen vom Musikantenstadl und was das für mich bedeutet, kann man hier nachlesen.

1 von 6
Ich vergebe daher nur einen von 6 Jublern. Und der ist noch geheuchelt.

Frisch getwittert!

Facebook Fans